Musik

Independent Rock.

Rockgitarre.

Akustikgitarre.

Schlagzeug.

Singer/Songwriter.

Indie-Bands.

Handgemacht, persönlich, antikommerziell.

In Arbeit:

Du und Du

von Ralf Matti Jäger

CD

 

Geplant für 2021

 

Songs:

1. Der Zeiten Strom

2. Zuhaus bei Dir

3. Die Hülle sind wir

4. Nicht veredeln

5. Amrumnaturliebeslied

6. Amrumfamilienurlaubslied

7. Kapo3Song

8. Vertraue immer

9. Alles verblüht

10. Sehnsucht & Freiheit

11. the black core

12. Herzenstor

13. Lichter

 

Flam-Grooves, Power-Triplets, Puffy-Grooves, Sidestickgrooves etc. - Schlagzeug-Improvisation vom 19. April 2020

Hier ein weiteres improvisiertes Video, so wie das Trommeln an dem Tag gerade heraus wollte und konnte.

Tribute to Phil Rudd by Ralf Matti Jäger (What's next to the moon, AC DC, Powerage, 1978)

Starting to play drums in 1988, when I was 15, Phil Rudd was one of my first influences. He played down to the ground. He had the groove. He was the energy in the background of AC DC. Malcolm and Angus could develop their syncopated guitar riffings on the solid ground of his beats. The interaction between all the five guys from the early times of AC DC (with Bon Scott) was magic.
So now that I decided to go back to the foundations of my own drumming, Phil Rudd was the first  to go to. What's next to the moon is one of my favourite tracks of AC DC, taken from the Powerage Album (1978).
Trying to copy Phils drumming I once more discovered how sensibly he was changing his Hi-Hat- and Bass-Drum-Playing just to give every moment of the song the drive it needs.
So here is my Tribute to Phil Rudd, one of greatest down-to-the-ground-groovers. Recorded on the 29th of September 2020.

My "Tribute to..."-Collection will be continued once after a while with tributes to

John Bonham, Custard Pie, Led Zeppelin, 1975,

Mike Puffy Bordin, We care a lot, Faith no more, 1985,

Chad Smith, Sikamikanico, Red Hot Chili Peppers, 1993,

Lars Ulrich, Frantic, Metallica, 2003 and so on.

Ralf Matti Jäger

Kommen-Lassen und Sich-Zuhören  Schlagzeug-Improvisation vom 20.5.2020

Meine Vorgehensweise bei dieser Schlagzeug-Improvisation war, die Rhythmen oder Unrhythmen und Klänge oder Geräusche so weit als möglich aus sich heraus, aus der Bewegung, aus meinem Leib, aus den Trommeln heraus entstehen zu lassen und, wenn sich das so ergibt, auch wieder vergehen zu lassen.

Ganz zu Anfang (0:40) wollte bereits ein Rhythmus entstehen, doch das war mir zu intentional. Deshalb habe ich den Stick in der linken Hand losgelassen  (0:54) und ihn, angespielt durch den Stick in der rechten Hand, so springen lassen, wie er eben sprang (bis 2:11). So entstand zunächst Geräusch und nicht gleich Rhythmus. Nur die Hi-Hat (linker Fuß) hielt sachte die Viertel.

Ab 3:32 ging ich in Achtel über, um den Press-Wirbel zu steigern.

Ab 8:00 begann ein Stand-Tom-Gespräch, zugleich ein Gespräch zwischen rechter und linker Hand.

Ganz am Ende (16:15) fehlte mit die zweite Bassdrum, die ich dann mit der linken Hand imitierte (17:02).

Die Aufnahme hätte mein erster Beitrag zu einer Zusammenarbeit mit dem Klangkünstler Lasse-Marc Riek sein sollen. Deshalb wollte ich alles mit meinem neuen Aufnahmegerät in hoher Klangqualität aufzeichnen. Dafür waren auch die Mikrophone aufgestellt. Ich schaute auch immer wieder, ob das Gerät läuft. Es lief auch, nur hatte ich den Aufnahmemodus nicht richtig aktiviert. Von daher hört man wieder nur den Klang, wie ihn das Handy aufzunehmen vermochte. Besser als nichts.

Power-Triplet Schlagzeug-Improvisation vom 4. März 2020

 

Im Februar 2002 habe ich mein Schlagzeug im Proberaum in Berlin-Lichtenberg eingepackt. Dann kamen andere Dinge. Im Februar 2020 habe ich es zu Hause im Wohnzimmer wieder aufgestellt. Die Zeit war reif dafür. Ich nahm an, ich müsste mich nun langsam wieder einspielen, von kleinauf wieder beginnen. Doch so war es nicht. Es war, als wäre ich einem alten sehr guten Freund wiederbegegnet, von dem mich Schicksalsschläge getrennt hatten. Das Schlagzeugspiel und ich kannten uns gut, aber wir mussten uns trotzden neu kennenlernen. Die Spielfähigkeit war dennoch sofort wieder da. Weicher als früher, etwas chaotischer vielleicht als früher, aber dafür lockerer. Die Freude darüber möchte ich teilen. Deshalb nehme ich improvisierte Videos auf. Hier das erste.

 

In diesem Video habe ich mit der sogenannten John-Bonham-Power-Triplet (rechts-links-Fuß) herumgespielt.

In dem Lied Der Zeiten Strom geht es um die vorangegangenen Generationen in der Familie, die uns mit ihren unbearbeiteten Themen aufgeladen haben und die immer noch darauf hoffen, dass wir ihre Themen für sie lösen. Das Lied habe ich am 6.7.2014 komponiert. Diese Live-Allein-Zuhaus-Version wurde am 21.5.2016 aufgenommen.

4-Spur Hits (2002)

von Ralf Matti

Demo-CD aus dem Jahr 2002.

Schlagzeug, Gitarren und Bass aufgenommen Ende 2001 in Berlin-Lichtenberg, Gesang und Solo-Gitarren Anfang 2002 im Wendland.

Auflage 20 Stück.

 

Songs:

1. Ich höre zu

2. Sternbauch

3. Geh voran

4. Irgendwohin

5. Kein Lächeln zuviel

6. Die Anderen

7. Zeitlos

Geh voran von der Demo-CD 4-Spur Hits aus dem Jahr 2002. Den Text und den Song habe ich im April 2000 in Toronto geschrieben. Der Song entspringt der Stimmung, nirgends je ganz hin zu gehören. Der Text bezieht sich auf eine Frau, die ich als seelische Heimat empfand, die mich aber doch nie ganz verstanden hat.

Wir wiederholen uns nur ungern (2001)

Die Berliner Band Wir wiederholen uns nur ungern bestand vom Juni bis zum Dezember 2001.

 

Bass und Gesang: Thom Thomster Thüs

Gitarre und Gesang: Ralf Jäger

Schlagzeug: Alexander Haas

 

Obwohl die Band nur sechs Monate bestand, war sie mir doch wichtig, weil ich dort zu meiner Rock-Gitarre gefunden habe.

 

Es entstanden zwei Demos, im Oktober 2001 und im Dezember  2001.

 

Songs:

1. Hey Du

2. Zucker

3. WGL (Das Wohlstandsgesellschaftslied)

4. Rupasock

5. Bleib nicht steh'n

6. Etloverrotom

7. Weit und breit

8. WSNA (Wir sind nicht allein)

9. Du in mir

 

Das Cover-Artwork stammt von Alexander Haas.

Der Song Rupasock stammt vom zweiten Demo vom Dezember 2001. Der Siebenachtel-Takt in der Strophe ist von Alex und hat uns immer viel Spaß gemacht. Alle Gesänge sind von mir, da Thom zur Zeit der Aufnahme der Gesänge im Januar 2002 bereits aus der Band ausgestiegen war.

Der Song Zucker stammt vom ersten Demo aus dem Spätsommer 2001. Gesang von Thom. Er zeigt das gemeinsame Komponieren von Thom und mir im Zusammenspiel der rockigen Strophe und Bridge mit dem harmonisch-melodiösen Refrain.

Der Song Hey Du stammt vom ersten Demo vom Oktober 2001. Es ging um positive Energie. Mit diesem Song knüpften wir an unsere Wurzeln bei den Who (Schlagzeugsolo zu offenen Akkorden) und AC/DC (Gitarren-Gesangsduett) an. Der Hauptgesang in den Strophen und Refrains ist von mir. Die zweite Stimme in den Refrains ist von Thom. Auch im Gitarren-Gesangsduell ist es Thom, der meiner Gitarre antwortet. Der Text behandelt den ins Positive gewandelten Frust über das Unverständnis meiner Mitmenschen in Bochum gegenüber meinen musikalischen und künstlerischen Ambitionen in den Jahren 1995/96.

Der Song Du in mir ist wie alle Songs gemeinsam komponiert worden. Die Hauptzeile im Refrain stammt von Thom. Die Strophen von mir. Erzählt wird, wie das Schicksal spät und deshalb völlig unerwartet doch noch zur Traumfrau geführt hat. Die Aufnahme ist vom Dezember 2001/Januar 2002. Eingangs und im Zwischenteil singt Alex. Ansonsten sind alle Gesänge von mir, da Thom zur Zeit der Gesangsaufnahmen im Januar 2002 die Band bereits verlassen hatte. Eigentlich hätte er die Hauptstimme in den Refrains gesungen.

Suparock (2000 - 2001)

Die Berliner Band Suparock bestand vom Juni 2000 bis zum Mai 2001.

 

Gesang: Jasper Greig

Gitarre: Ralf Jäger

Bass: Thom Thomster Thüs

Schlagzeug: Alexander Haas. 

 

Es entstanden zwei Demos.

Der Song The Player stammt vom ersten Demo vom November 2000. Er spiegelt in seinen einzelnen Teilen wieder, was die Band damals ausmachte: kratziger Gesang, emotionale Gitarre, kraftvoller Bass, locker-gekonnte Groove, geschlossenes Arrangement. Ich mag auch das elegische Gitarrensolo, obgleich ich es im Studio mit all dem Druck beinahe nicht hinbekommen hätte.

ström (1997-2001)

Die Berliner Flow-Groove-Band ström wurde im Spätsommer 1997 von Frank Schültge Blumm (Gitarre) und Ralf Jäger (Schlagzeug) als Duo begründet und im Januar 2000 durch Marcel Türkowsky (Bass) zum Trio ergänzt.

 

Es entstanden eine LP, eine Single, zwei Sampler-Beiträge und fünf Demos.

wellenbrecher

von ström

 

LP, Vinyl

Janets Music Klangkrieg Produktionen. Berlin 2000. Auflage 1000 Stück.

Aufnahmen im Aiguphoniestudio vom 9. - 14.7. und am 7. und 8.8.2000.

 

Gitarre und Sounds: Frank Schültge Blumm

Schlagzeug: Ralf Matti Jäger

Bass: Marcel Türkowsky

Gastsänger: Tonia Reeh, MC Whuzi Khan, Hermann Halb und Nadine Hemme

Auf dem Track Katzenfinger von der LP wellenbrecher hört man die Flow-Groove-Band ström in Höchstform. An der Gitarre Frank Schültge Blumm, am Bass Marcel Türkowsky, am Schlagzeug Ralf Matti Jäger. Aufnahme im Sommer 2000.

Auf dem Track Geisterschreiber hört man "nur" Gitarre und Schlagzeug. So klang ström von 1997 - 1999. Der Gitarren-Virtuose Frank Schültge Blumm verwendete bei diesem Song eine selbstkonzipierte, mit dickeren Saiten bezogene und tiefer gestimmte, sogenannte Bariton-Gitarre, mit der er zugleich satte Bässe und Melodielinien bzw. Harmonien spielen konnte. Ab 3:46 Min. wird das Gitarrenspiel völlig verrückt... und es ist immer noch nur eine Gitarre.

Ruthbeckie

von ström

 

7" Single, Vinyl. Dhyana Records, n.UR-Kult realeases Herbst 1999. Auflage 200 Stück.

Spezille Pappbox, in Zweifarbsiebdruck, die die weiße Single als Blume auf eingelegtem grünen Kunstrasenstück präsentiert.

 

Rezension in DE:BUG, 29.11.1999, S. 41 von Thaddi:

 »Was Tiefe und Nachdenklichkeit angeht, hat die neue Main Street diesen Monat nur einen ernstzunehmenden Konkurrenten, und das ist eine kleine, weisse 7“ aus Berlin, auf der nur Gitarre und Schlagzeug zu hören ist. ›Honigtier‹ funktioniert mit erhabenem Schlagwerk… trippelnd, repetitiv, traumloopend. Die Gitarre erzählt dazu verdächtig bekannt erscheinende Geschichten, immer gebrochen, immer sparsam. Ein Freund von mir, der musikalisch sozusagen in Chicago aufgewachsen ist, behauptet ja, diese Platte sei sehr Chicago. Von mir aus… habe ich kein Problem mit. ›Fensterkreuz‹ nimmt das Tempo dann brutal zurück, schleicht durch die Straßen, lugt vorsichtig um Ecken, vereinzelte HiHats geben sowas wie den Rhythmus vor, und die Gitarre berichtet davon, was man so hinter Fensterkreuzen alles sehen kann. Gesichter ohne Namen. Und die erzählen bekanntlich die besten Geschichten, weil sie nicht widersprechen.«

Im Oktober 1998 nahmen ström (damals noch ein Duo) sechs Songs im Masterix Tonstudio in Berlin Marzahn auf. Zwei dieser Songs fanden ihren Weg auf die Single RuthbeckieHonigtier befand sich auf der A-Seite, Fensterkreuz auf der B-Seite. Honigtier wäre "traumloopend" schrieb damals ein Rezensent.  So haben wir das auch empfunden.

Ruthbeckie

von ström

 

7" Single, Vinyl. Dhyana Records, n.UR-Kult realeases 1999. Auflage 200 Stück.

Die Low-Budget-Variante: weißes Cover mit ström-Stempelung.

Das zuckende Vakuum (1996-1997)

Die Berliner Independent-Noise-Band Das zuckende Vakuum hat eine lange Geschichte mit unterschiedlichen Besetzungen. In der Zeit vom Oktober 1996 bis zum April 1997 bestand sie aus Tonia Reeh (Gesang, Gitarre, Bass), Fabian Schmidt (Bass, Gitarre, Gesang) und Ralf Matti Jäger (Schlagzeug). Das zuckende Vakuum war bekannt für seine brachiale, krummtaktige, experimentelle Independent-Noise Musik und für Tonias Freestyle-Gitarrenvirtuosität und ihren extremen Gesang.

Der Song Cactus Cacuum wurde Anfang 1997 im Proberaum mit A-DAT aufgenommen. Er erschien 1997 auf dem Sampler Free Mumia Abu Jamal. 20 Bands – 20 Songs für das Leben und die Freiheit von Mumia. Die ist einer meiner Lieblingssong vom Vakuum, weil die krummen Takte im Hauptteil so weich, so geschmeidig gelungen sind, dass gar nicht auffällt, dass es sich um krumme Takte handelt. Man kann wunderbar danach tanzen.

das zuckende Vakuum?

von Das zuckende Vakuum

 

CD. Selbstverlag. Berlin 1997.  Auflage: 500 Stück.

Die CD wurde zwischen Weihnachten und Neujahr 1996 im Proberaum mit A-DAT aufgenommen.

 

Rezension in »Spex - Das Magazin für Popkultur«, März 1997, S. 63 von Sebastian Wehlings:

 »Das zuckende Vakuum bewegt sich auf seinem gleichnamigen Album ziemlich lässig zwischen wohltemperiertem Gitarrenbrei und mitunter schwer exaltiertem Proberaum-Art-Rock. In ihren guten Momenten erinnert diese Band an eine Simple-Machines Combo wie Scrawl (falls die noch jemand kennt). In ihren weniger guten strebt sie für meinen Geschmack doch etwas zu expressive Momente von wegen jetzt-lassen-wir-uns-mal-alle-richtig-gehen an.«

 

Sebastian Wehlings hätte uns seinerzeit live erleben müssen, dann hätte er vielleicht mitfühlen können, dass die Verletztheit, der Schmerz und die Wut raus mussten. Ein plumpes »jetzt-lassen-wir-uns-mal-alle-richtig-gehen« war das niemals. Das war ein inneres Müssen. Wir haben konsequent die Musik gespielt, die in uns lag.

Poseidon ist der fünfte Track des Albums das zuckende Vakuum?, der dort einfach Sputnik 5 hieß. Keine krummen Takte bei diesem Song, aber absolut brachial. Der Schmerz, die Verletztheit, die Wut kamen raus.

Der Song Sonic Youth ist im Dezember 1996 im Proberaum mit A-Dat aufgenommen worden und im Januar 1997 auf der CD das zuckende Vakuum? erschienen. Er heißt Sonic Youth, weil er nach Sonic Youth klingt. Eine Hommage an die von Tonia und Fabi verehrten Heroen.

Der Song Donnerstag war der letzte Track auf dem Album das zuckende Vakuum? vom Januar 1997. Ein für unsere Verhältnisse softerer Song. Am besten ist er mit Kopfhörern zu genießen, vor allen Dingen das Ende.