Wissenschaft + Philosophie

Drei Schichten der Empathie

Auszug aus Empathie & Therapie

 

von Ralf Matti Jäger

 

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In Auseinandersetzung mit Theodor Lessings, Max Schelers und Gabriel Marcels feinen Beobachtungen von Empathieprozessen sind mir drei Schichten des empathischen Erlebens klar geworden. Das Sich Eindenken, das Mitgefühl und das Verbundensein. Diese drei Schichten versuche ich in diesem kleinen Aufsatz zu skizzeren.

   Betrachtet man die heutige Forschung zur Empathie in der Psychologie, Neurobiologie oder auch Philosophie, so fällt auf, dass der Fokus meist auf der allerersten Schicht, dem Sich Eindenken, liegt. Das Mitgefühl selbst erscheint eher als emotionales Anhängsel, während die tiefe Schicht des Verbundenseins nahezu unbekannt ist.

   Doch ist gerade diese dritte Schicht beispielsweise in der Therapie unerlässlich, wo sich der Patient im Rahmen der therapeutischen Beziehung erst dann wirklich angenommen fühlt, wenn der Therapeut über das Sich Eindenken und das Mitgefühl hinaus geht und so offen und authentisch ist, dass er Momente des Verbundenseins zulassen kann. Dass dieses Verbundensein gleichwohl nicht die Aufnahme einer Freundschaft bedeutet, sondern therapeutisch gehandthabt werden muss, erläutere ich in kritischer Auseinandersetzung mit Freuds Konzept der therapeutischen Abstinenz.

   Diese dritte Schicht ist auch die Grundlage beispielsweise des gemeinsamen Musizierens. Dass drei gemeinsam improvisierende Musiker bisweilen gleichzeitig unabgesprochen - intuitiv, wie man sagt - gemeinsam Rhythmusbetonungen, Melodieläufe oder Harmoniewechsel vollziehen, gelingt nur, weil diese Musiker sich in einer tiefen Schicht empathisch in einem gemeinsamen Wir-Raum verbunden sind. Ebenso ist es bei Tänzern oder Schauspielern. 

Ralf Matti Jäger

 

9.2.2021

 

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Drei Schichten der Empathie (Aufsatz)
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Das Spielen zwischen Intentionalität und Pathischem im Erleben & Kunstschaffen

Ein Beitrag zur phänomenologischen Anthropologie und zur Grundlegung der Kunsttherapie

 

von Ralf Matti Jäger

 

19,80€

 

 

Welche Prozesse vollziehen sich zwischen Mensch und Welt, wenn wir die Welt und uns selbst darin erleben? Welche Prozesse vollziehen sich im Handlungs- und Wahrnehmungsfeld des Kunstschaffens? Diese beiden Fragen bilden den gemeinsamen Ausgangspunkt dieser philosophisch-phänomenologischen Studie.

       In dem Buch wird das Spielen zwischen Intentionalität und Pathischem als apriorischer Grundprozess des menschlichen Erlebens und des Kunstschaffens in einem Dreischritt von Husserls Intentionalitätsbegriff über Straus‘ Begriff des Pathischen zum Spielbegriff Schillers begrifflich entwickelt.

       Sodann wird der Prozess des Spielens zwischen Intentionalität und Pathischem anhand der taktilen Berührung, der Sinneswahrnehmung und des Fühlens, sowie des Plastizierens und Malens anschaulich gemacht.

       Auf dieser Grundlage wird abschließend anhand von Ausführungen Albert Einsteins auf die großen Ähnlichkeiten und die kleinen, aber gewichtigen Unterschiede zwischen dem Kunstschaffensprozesses und dem kreativen Denkprozess des Wissenschaftlers hingewiesen.

   Das Buch ist auch ein Beitrag zur phänomenologisch-anthropologischen Grundlegung der Kunsttherapie.

 

Taschenbuch, broschiert, 12x21cm, 139 Seiten, ISBN 978-3-9819259-0-6

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Empathische Wissenschaft

Zwölf Thesen zu einer neuen Methodologie

 

von Ralf Matti Jäger

 

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Im Wissenschaftsbetrieb, an den Universitäten, bei vielen ProfessorInnen, in den Fachverlagen, bei den Fachzeitschriften und sonstigen Publikationsorganen, in Forschungslabors, in Denkwerkstätten, bei vielen, vielen Wissenschaftlern fehlt es an Empathie. Das ist nicht nur ein menschlich-ethisches Problem für die Forschung und die Forschungsergebnisse, die auf diese Weise zustande kommen, sondern es ist auch ein methodisches Problem der Forschung selbst. Von Letzterem handelt mein Beitrag.

 

Dass die Empathie in der wissenschaftlichen Forschung methodisch unterbewertet oder ausgeblendet wird, ist mir als Künstler und Therapeut mit Erschütterung aufgefallen, seit ich im Jahr 2008 damit begonnen hatte, mich in die Wissenschaft einzuarbeiten. So entstanden in mir nach und nach die Ideen, die in diesem skizzenhaften Beitrag erstmals in kürzester Form dargelegt sind.

 

Das Anliegen, die Empathie als bislang übersehenes, vergessenes oder verdrängtes Grundelement des wissenschaftlichen Forschens wieder bewusst zu machen und als unerlässlichen Methodenschritt aufzunehmen, muss man noch heute als gewagt betrachten. Dennoch glaube ich, dass es im 21. Jahrhundert Wissenschaftler gibt, die mein Anliegen begrüßen werden.

 

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Befreiung des Denkens

Vorspiel zu einer Philosophie vom Herzensgrund

 

von Ralf Matti Jäger

 

Erscheint demnächst

sobald eine Finanzierung gefunden ist

 

Das Denken ist das grundlegende Werkzeug zur begrifflichen Klärung menschlichen Erlebens. Dies ist die  wesentliche Aufgabe des Denkens.

 

   Die BEFREIUNG DES DENKENS, die durch dieses Buch angeregt werden soll, ist die Befreiung von Ansprüchen, die vom Denken strukturell gar nicht erfüllt werden können. Dies ist allen voran der Anspruch, dass das Denken die erlebbare Wirklichkeit zu ergründen vermöge. Das ist im tiefsten Sinne nicht der Fall. Wir Philosophen sollten uns deshalb bescheiden. Wenn wir uns weithin einig wären, dass spielende Kinder, sorgende Mütter und Väter, Liebe und Empathie fühlende, die Welt verwandelnde, malende, musizierende, tanzende, dichtende, singende Menschen mit der Wirklichkeit eins sein können, während sich der denkende Mensch notgedrungen von der Wirklichkeit immer entzweit, dann wäre die Anregungen in diesem Buch überflüssig. Der Werkzeug-Charakter des Denkens muss begriffen werden. Dazu ist dieses Buch geschrieben.

   Eine phänomenologisch-epistemologische Untersuchung der Tiefenstrukturen des Denkens.

 

 

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Empathiologie des Kunstschaffens

in Tanz, Plastik, Malerei, Musik und Poesie

 

von Ralf Matti Jäger

 

In Arbeit

 

 

Was sind die spezifischen therapeutischen Wirkprinzipien der Kunsttherapie? Um diese Grundfrage der Kunsttherapie einer Beantwortung zugänglich zu machen, sind vorab folgende Fragen sind zu klären: Was geschieht während des Kunstschaffens (in Tanz, Plastik, Malerei, Musik, Dichtung usw.)? Welche Prozesse vollziehen sich während des Kunstschaffens im Menschen, im Gestaltungsmaterial,  zwischen Mensch und Material und zwischen dem Kunstschaffenden und seinen Mitmenschen? Wo urständet und wie entsteht dasjenige, was als Ästhetik bezeichnet wird? Mit der Studie EMPATHIOLOGIE DES KUNSTSCHAFFENS unternehme ich den Versuch, einen grundlegenden Beitrag zur Beantwortung dieser Fragen zu liefern.

 

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C. G. Jung und die moderne Kunst

Ein Beitrag zur Geschichte der Maltherapie

 

von Ralf Matti Jäger

 

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C. G. Jung (1875-1961) gehört neben Sigmund Freud und Alfred Adler zu den maßgeblichen Begründern einer verbalen Psychotherapie. Er gehört aber auch zu den Begründern der Kunsttherapie, namentlich der Maltherapie. Das Malen war Jung ein Mittel zur Ergründung des Unbewussten und zur Arbeit mit inneren Bildern (Träumen, Phantasien, Gesichten, Visionen). Dabei war er von den akademischen Kunstidealen des 19. Jahrhunderts und einer symbolistischen Bildauffassung geprägt. Der modernen Kunst begegnete er zu Anfang des Jahrhunderts mit Neugier, doch sprach sie ihn nicht positiv an. Ende der 20er Jahre grenzte er sich deutlich ab. Jungs Theorien zu Symbolen, zum kollektiven Unbewussten und dessen Archetypen waren prägend für die Weiterentwicklung der Psychotherapie und auch für manche Ansätze der Kunsttherapie. Doch ist das Überholtwerden seines akademischen und symbolistischen Kunstverständnisses durch die fortschreitende Kunstentwicklung bis dato kaum kritisch reflektiert worden. Die Symboltheorien Jungs (und ebenso Freuds) sind weiter tradiert worden, ohne dass je ein Bewusstsein davon entstanden wäre, dass sie auf die moderne Kunst und damit auch auf die Kunstwerke von Patienten heute nur in manchen Fällen oder nur in einem speziellen Sinne angewendet werden können. Hier möchte die vorliegende Studie zur Klärung beitragen.

 

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Seelisches und leibliches Fühlen

Phänomenologische Differenzierungen

Ein kurzer Hinweis

 

von Ralf Matti Jäger

 

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In der US-amerikanischen Embodiment-Forschung wird die Bedeutung des Leibes für das menschliche Dasein stark betont. Das ist als Abwendung von den verkopften Anthropologien beispielsweise der Neurowissenschaften zu begrüßen. Jedoch finden sich in der Embodiment-Forschung Verkürzungen, die für jeden, der sich mit der seit 1901 entstandenen Phänomenologie bei Husserl, Scheler, Plessner usw. befasst hat, schwer hinnehmbar sind. In folgendem kurzen Beitrag habe ich versucht, auf den Unterschied zwischen leiblichem und seelischem Fühlen phänomenologisch hinzuweisen, um die eigenständige Bedeutung des Fühlens, der Einfühlung, der Empathie, der Gefühle deutlich zu machen.

 

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Kritik der Anthroposophie

Steiners Denkweg und die Fähigkeiten des Fühlens

 

von Ralf Matti Jäger

 

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In den Jahren 2002 bis 2010 habe ich mich sehr intensiv mit Rudolf Steiners Anthroposophie befasst. Im Jahr 2010 wurden mir jedoch systemimmanente Widersprüche deutlich. Diese habe ich in einem Aufsatz darzustellen versucht, der im Februar 2014 in der anthroposophischen Zeitschrift Die Drei erschienen ist und dort für heftigen Widerspruch sorgte. Für all jene, die in einer fundierten Kritik etwas Positives sehen können, stelle ich den überarbeiteten Aufsatz in folgendem Download kostenfrei zur Verfügung.


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